Mit einer Afro-Perücke in den Fasching

Afroperücke

AfroperückeWill man sich mit einer Afro Faschingsperücke verkleiden, bedeutet das nicht automatisch als Schwarzafrikaner -mit Baströckchen und Knochen durch die Nase- die tollen Tage zu feiern. Jeder kennt dieses beliebte Kostüm, mit schwarzer Gymnastikhose, schwarzem langarmigen T-Shirt, Perlenkette, dazu Gesicht und Hände schwarz geschminkt. Es hat seinen traditionellen Stellenwert, wie auch Cowboy und Indianer oder Hexe und Prinzessin. Sie sind im Fasching einfach nicht wegzudenken. Und es macht viel Spaß als Horde andere Karnevalisten zu jagen, um sie dann in den großen Kochtopf zu stecken.

Die Afro Perücke kann viel mehr

Es bieten sich natürlich auch Klischees der Neuzeit an. Kostüme dienten schon immer dazu bestimmte soziale Gruppen, oder auch Personen der Geschichte, durch Überzeichnung zu karikieren. Dabei macht es keinen Unterschied, auf welcher Seite man von „Guten und Böse“ steht. Es gilt die „Schöne“ oder das „Biest, mit einer satten Prise Humor, zu verkörpern. Es gibt nur wenige Kostüm die „political incorrect“ sind.
Spielt man die Königin von Saba, wird diese ein langes weites Gewand (das könnte auch ein Nachthemd sein) tragen, einen gütigen Blick besitzen und ihre Mit-Karnevalisten mit Juwelen überhäufen. Ein Drogendealer oder Zuhälter aus dem Ghetto trägt einen auffälligen Anzug, hat goldene Zähne und schmückt sich mit dicken Hals- und Armketten (die gibt es im Baumarkt als Meterware). Er führt ein (Plastik-)Stilette und/oder eine großkalibrige Waffe mit sich,oder kleine Plastiktütchen die mit einem weißen Pulver gefüllt sind. Denkbar für diese Rolle ist auch ein Jogging- oder Trainingsanzug. Man hat quasi das komplette Kostüm schon daheim im Kleiderschrank. Erst die Afro Perücke und ein gutes Makeup verwandeln die „normalen“ Kleidungsstücke in originelle Kostüme.

Die Afro Perücke ist aber nicht nur „Schwarzen“ vorbehalten, auch „Weiße“ können sie gut tragen. Mit einer großenn verspiegelten Sonnenbrille, fetten Kotletten, zu engem Hemd mit Riesenkragen, Schlaghose und Plateauschuhen ist man im Nuh Darsteller bei „Starsky und Hutch“ (Krimiserie aus den 70er Jahren) oder ein Musiker aus der Show „Disco 76“. Das Kostüm dafür lässt sich günstig im Second-Hand-Shop oder der Kleiderkammer einer wohltätigen Organisation finden.

Grimassen schneiden und gansta-slang

In der fünften Jahreszeit benehmen sich die meisten Erwachsenen wie die Kinder. Gerade aber auch die „richtigen“ Kinder finden am Rollenspiel einen Heydenspass. Kaum sitzen Perücke und Kostüm, tauchen sie in eine völlig andere Welt ein. Man kann diese neue Rolle mit ein wenig Übung noch perfektionieren. Man sucht sich vor dem Spiegel den passenden Blick oder eine fiese Grimasse aus. Mit ein bisschen Training automatisiert man das schnell. Auch die Sprache kann man verändern. Ob nachgemachter (Pseudo-) Bantuakzent oder die Phrasen der Ghetto-Kids. Verkörpert man einen „bad guy“ macht sich zwischendurch ein „yo man“ oder „brotha/sista“ immer gut und passt perfekt zum Afro Look.

Viele Tipps zu Maske, Kostüm und Spiel kann man im Amateurfilm-Forum nachlesen.

Noch ein Tipp: Die Afro Faschingsperücke lässt sich mit einer Schere auch gut umstylen. An ihr sind genug Haare um völlig neue Frisuren kreieren zu können.

Jetzt zum Schluss: Wie man z.B. Faschingsparties gut organisiert, erklärt die Bunte ganz gut.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*